Infrastruktur ist der Schlüssel für ein starkes Rhein-Main Gebiet
Pressemitteilung

Montag, 7. Februar 2022

„Der Ausbau unserer Infrastruktur muss mit dem Wachstum des Rhein-Main-Gebietes wieder Schritt halten“ so der SPD-Bundestagsabgeordnete Lennard Oehl.

Im Gespräch mit den Hauptgeschäftsführern und Präsidenten der IHK Frankfurt, Matthias Gräßle und Ulrich Caspar sowie der IHK Hanau-Gelnhausen-Schlüchtern, Dr. Gunther Quidde und Dr. Norbert Reichhold stand daher insbesondere die Weiterentwicklung der Verkehrswege im Fokus.

Mit Frankfurt, als Basis der Lufthansa, verfügt das Rhein-Main-Gebiet über eine hervorragende internationale Anbindung, die von immenser Bedeutung für die weltweit agierenden Unternehmen der Region ist. Lennard Oehl möchte jenen Standortfaktor erhalten und weiter ausbauen.

Die Nordmainische S-Bahn würde eine Direktverbindung zwischen Hanau und dem Frankfurter Flughafen schaffen. Oehl betont, dass der Ausbau des Schienennetzes für den Main-Kinzig-Kreis eine tragende Rolle für die Lebensqualität sowie die Standortwahl der Unternehmen spielt. „Unser Fokus muss auf der Nordmainischen S-Bahn und dem Ausbau der Strecke zwischen Frankfurt-Fulda liegen“ bestärkt Lennard Oehl. Auch wenn bei beiden Projekten Fortschritte zu verzeichnen sind, gestaltet sich die Umsetzung im Zeitplan immer wieder durch Schwierigkeiten und daraus resultierenden Verzögerungen aus.

„Unsere Planungs- und Genehmigungsverfahren müssen vereinfacht werden, damit Infrastruktur kosteneffizient und zeitnah Ausgebaut werden kann“ so Lennard Oehl. Das Projekt Riederwald Tunnel zeigt laut Oehl wie es nicht geht. Die stetig neu eingebrachten Bedenken und Klagen, welche mit immer wieder neuen Gutachten einhergehen, verzögern das Projekt bereits seit Jahrzehnten und hemmen so die Weiterentwicklung des Rhein-Main-Gebiets.
Unternehmen fällen ihre Standortentscheidung häufig auch in Abhängigkeit von der vorhandenen Infrastruktur. Dazu gehöre die gute verkehrliche und vor allem auch digitale Anbindung. Daher sieht Oehl Bund und Land in der Pflicht jene konsequent auszubauen.

Neben der Infrastruktur berieten die IHK-Vertreter und Lennard Oehl über das tagesaktuelle Thema Euroclearing.

Lennard Oehl hatte hierzu bereits vor zwei Wochen die europäische Kommissarin für Wirtschaft und Kapitaldienstleitung Mairead McGuinness im Bundestag befragt. Die IHK Frankfurt betonte dabei, dass der Erhalt der Frankfurter Börse bereits großer Anstrengung bedurfte. Die EU-Kommission berät aktuell darüber, ob das lukrative Geschäft des Euroclearings weiterhin an der Londoner Börse stattfinden darf oder sämtliches Euroclearing auch innerhalb der Eurozone abgewickelt werden muss. Für den Finanzstandort Frankfurt würde dies ein deutliches Umsatzplus bedeuten und den Standort nachhaltig stärken.

„Das Thema Euroclearing zeigt wie eng meine Arbeit im Finanzausschuss in Berlin mit zentralen Anliegen im Rhein-Main-Gebiet Zusammenhängt. Der Finanzstandort Frankfurt ist von immenser Bedeutung für Hessen und den Main-Kinzig-Kreis“.

Was Euroclearing ist?

Beim Euroclearing werden die Zinszahlungen von Krediten zwischen zwei Vertragspartnern untereinander getauscht. Dies resultiert daraus, dass verschiedene Parteien unterschiedliche Zinssätze für verschiedene Kreditarten wie z.B. fest und flexibel verzinste Kredite erhalten. Beim Zinsswap (Zinstausch) handelt es sich somit um eine Methode, welche es beiden Parteien ermöglicht, die gewünschte Art der Verzinsung zu günstigeren Konditionen zu erhalten. Neben dem geringeren Zinssatz dienen Zinsswaps auch dazu, sich gegen Veränderungen der Zinsen abzusichern. Unter Euroclearing versteht man somit Clearinggeschäfte (Zinstausch), welche in der Währung Euro abgewickelt werden.